3, 2, 1… und Action! – Wie YouTube zur neuen Adult Trafficquelle werden kann

YouTube kennt jeder, YouTube nutzt jeder – Pro Monat verzeichnet YouTube eine Milliarde Nutzer die zusammen monatlich 6 Milliarden Stunden an Videos schauen. Dabei wird den Usern immer etwas Neues geboten, denn die Content Creator laden pro Minute 400 Stunden an Videomaterial hoch. Viel Potenzial also, doch auch für die Adult Branche?

Dieser Artikel erschien zuerst in der AWMpro #16

Die Adult Branche bewegt sich – im Rahmen ihrer Möglichkeiten – in sozialen Netzwerken. Besonders Darstellerinnen und beliebte Adult Websites betreiben ein oder mehrere Social Media Profile zur Usergewinnung und um die bestehende Fanbase zu unterhalten und zu informieren. Besonders Twitter ist mit seinen geringen Hürden und Regeln für den Adult Bereich ein beliebtes Medium.

Aber wie ist es möglich als Anbieter im Adult Bereich ohne Probleme (und erfolgreich) YouTube als Trafficquelle zu nutzen? Schließlich ist YouTube dafür bekannt, die Plattform möglichst clean halten zu wollen. Eindeutige Adult Inhalte, wie zum Beispiel explizite Erotik- oder Pornofilme, werden gelöscht. Doch einige (darunter viele deutsche) Darstellerinnen haben sich auf YouTube erfolgreich eine Fanbase aufgebaut. Manche sogar mit fünf- oder sechsstelligen Abonnenten-Zahlen und monatlichen Views im Millionen-Bereich. Sie bewegen sich mit ihrem Content, egal ob Video, Thumbnail oder Text, am äußeren Rand dessen, was YouTube noch toleriert.

Es ist also sehr gut möglich, YouTube im Adult Business als Trafficgenerato zu nutzen. Jetzt bleibt nur zu klären, was bei der Nutzung eines YouTube Channels wichtig ist, damit dieser auch erfolgreich Views und Traffic erzeugt.

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SEO

YouTube ist die zweitgrößte Suchmaschine im Internet. Und durch die Zugehörigkeit zu Google ist es kein Wunder, dass SEO ein sehr wichtiger Faktor für den Erfolg eines YouTube-Kanals ist. Am wertvollsten sind dabei organische Views, die über Suchanfragen oder vorgeschlagenen Videos erzielt wurden, ähnlich wie bei organischem Google-Traffic. Diese User haben aktiv nach einem bestimmten Thema gesucht und sind dabei auf deinen Content gestoßen.

Google indexiert auch YouTube Videos. Es wird vermutet, dass Google diese auch in den Search Engine Result Pages, die SERPs, bevorzugt behandelt. Also hat dies insgesamt eine positive Wirkung auf die gesamte SEO und Backlinks. Wie ranken Eure Videos bei der Suche also besser? Ganz klar: Keywords, Keywords und nochmal Keywords… versetzt mit einer Prise Links!

Kanal-Name

Der YouTube Kanal ist dein Gesicht auf YouTube und repräsentiert im besten Fall deine Website oder dein Netzwerk. Zudem ist er Knoten- und Anlaufpunkt für deinen ganzen Content auf YouTube. Daher ist die Wahl des Channel Namens nicht nur aus Branding-Gründen, aber auch für die SEO wichtig. Je nachdem, welches Thema vorherrschend auf dem Channel ist, kannst du den Namen hierfür passend auswählen, z.B. bei einem Channel für Dating Tipps „Der Date Guru“. Bitte überprüfe zuvor auf YouTube (und auf Google) ob der Name bereits vergeben ist oder von einer Marke verwendet wird. Auf YouTube suchst du den Namen über die Suchleiste und aktivierst anschließend den Filter „Kanal“ über die Kategorie „Typ“ – so werden dir nur Kanäle angezeigt. Solltest du bereits einen bekannten Namen haben, z.B. für dein Netzwerk, kannst du auch diesen verwenden.

Kanal-Beschreibung

In der Kanal-Beschreibung fügst du einen kurzen und informativen Text über den Kanal und die geplanten Themen hinzu. Dieser Text kann maximal 1.000 Zeichen lang sein. Achte hier ganz besonders auf eine gute Keyword-Dichte. Die Keywords müssen jedoch zu deinem Channel und dem Content passen. Irreführende Keywords straft YouTube mit einem schlechten Ranking ab.

Kanal-Keywords

Die Kanal-Keywords dienen als generelle Tags für deinen Kanal und definieren den Inhalt und die Themen des Kanals nochmal genauer. Auch sie werden von YouTube bei der SEO beachtet.

Video-Titel

Wenn ein User dein Video in der Vorschau sieht, ist der Video-Titel eines der ersten Sachen, was ihm ins Auge fällt. Daher ist es wichtig, dass er Aufmerksamkeit erregt, gut zum Video-Content passt, damit die User nicht gleich wieder abspringen, und dabei nicht zu kompliziert ist, damit das Video über die Suche leicht zu finden ist. Zudem sollten wichtige Keywords am Anfang gesetzt werden; das Branding kommt zum Schluss. Bei Serien sollten die Episodennummern erst nach dem Inhalt erscheinen. Wenn es zum Videoinhalt passt, sollten beliebte Keywords mit viel Suchvolumen wie „Tutorial“, „How to“, „Top 10“, „beste“ usw. benutzt werden. Da wir uns im Adult Bereich bewegen, sind zweideutige und manchmal auch reißerische Titel wirkungsvoll, da sie klickstark sein können, sofern sie nicht komplett vom Videoinhalt abweichen.

Eine gute Formel für Titel ist: „[ggfs. Videotyp:] + [Videoinhalt] + [ggfs. Episodennr. (Folge, Ep., #).] | + [Branding]“.

Folglich könnten Titel beispielswiese so aussehen:

„Tutorial: Wie date ich online reife Frauen? #02 | Der Date Guru“

„MEIN ERSTES MAL! Meine Erfahrung im Onlinedating! | Der Date Guru“

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Video-Tags

Ähnlich wie bei den Kanal-Keywords, gibt es auch bei jedem einzelnen Video die Möglichkeit Tags bzw. Keywords zu vergeben. Sie sind neben dem Video-Titel und der Video-Beschreibung essenziell, um ein gutes Ranking zu erzielen. Du solltest versuchen pro Video ca. 20-35 Tags unterzubringen. Diese Tags sind für die User unsichtbar und können von außen nur mit speziellen Tools eingesehen werden. Folgende Reihenfolge solltest du beim Setzen der Tags beachten: Branding + ggfs. Produktname + videospezifische Tags + generelle Tags.

Zum Branding nutzt man am besten den Kanalnamen und falls vorhanden weitere Branding-Begriffe. Als Produktname kannst du beispielsweise im Video vorgestellte Portale oder Produkte verwenden. Videospezifische Tags beziehen sich rein auf den Inhalt des Videos, z.B. „Date“, „Dating“, „Datingportal“, „Treffen“, „Bewertung“, „Tutorial“, „Erfahrung“ usw. Generelle Tags können zum Beispiel die Kanal-Keywords sein. Solltest du die ersten drei Kategorien erfüllt haben, kannst du die Tags mit den Kanal-Keywords auffüllen. Achte dabei aber darauf, dass du keine doppelten Tags verwendest.

Video-Beschreibung

Die Video-Beschreibung bietet dir 5.000 Zeichen Platz um alle wichtigen Informationen unterzubringen. Hier gilt es drei Bausteine – von oben nach unten – zu beachten: die spezifische Video-Beschreibung, die Link-Sektion und die unspezifische Videobeschreibung.

In der spezifischen Video-Beschreibung erklärst du kurz, wovon das Video handelt, welchen Mehrwert es den Zuschauern bietet, was er erwarten kann; quasi eine Synopsis. 2-3 Sätze mit 30-60 Wörter sind dafür ausreichend. Hier kann auch bereits der wichtigste Link eingefügt werden. Der erste Teil sollte so informativ und interessant wie möglich sein, damit die User zum Klicken animiert sind: Denn nur die ersten paar Wörter werden bei den Suchergebnissen angezeigt. Vergiss auch hier nicht in den Sätzen wichtige Keywords zu implementieren.

Die Link-Sektion beinhaltet die wichtigsten Links zu deinen Websites, Social Media Seiten, Landing Pages und mehr. Sie dienen nicht nur als Wegweiser für den User, was er als nächsten machen soll, sondern sind auch gleichzeitig Backlinks für diese Websites und wirken sich somit auf die SEO aus. Darüber hinaus kann eine aussagekräftige Call-to-Action dazu beitragen, dass der User den jeweiligen Link auch klickt.

Als letztes sollte die unspezifische Video-Beschreibung hinzugefügt werden. Diese ist meistens einfach die Kanal-Beschreibung, manchmal in kürzerer Form. Sie hilft ebenfalls nochmal wichtige Keywords unterzubringen.

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Zuletzt sei zum Thema YouTube SEO gesagt, dass der korrekte Kontext für YouTube das Wichtigste ist. Irreführende Keywords und Tags straft YouTube mit einem schlechten Ranking oder dem Löschen des Videos ab. Zudem kann es passieren, dass die User mit einer Erwartung zu einem bestimmten Thema auf dein Video klicken, aber etwas ganz Anderes sehen. Sie schließen das Video dann meistens schnell, was sich sehr negativ auf die Wiedergabezeit vom Video auswirkt. YouTube misst die Qualität von Videocontent an hohen Wiedergabezeiten. Je höher die prozentuale Wiedergabezeit deines Videos ist, desto höher schätzt YouTube die Qualität deines Contents ein und desto häufiger tauchst du bei Suchergebnissen oder bei Videoempfehlungen auf. Für YouTube ist dies einer der wichtigsten Faktoren beim Ranking.

Ebenfalls solltest du auf sogenanntes „Tag-Stuffing“ verzichten. Tags helfen zwar den Nutzern bei der Suche und YouTube für die Suchmaschinenoptimierung, aber du solltest die einzelnen Tags auf keinen Fall ohne Kontext in die Video-Beschreibung oder den Video-Titel hinzufügen. Hier erwägt YouTube wieder das Löschen deines Videos.

Für YouTube gilt nicht nur „Content ist King“, sondern auch „Kontext ist King“! Verpackst du passende Keywords sinnvoll in Sätzen sowie im Titel und verwendest du passende Tags, so wirkt sich das positiv auf die SEO und Auffindbarkeit deiner Videos aus.

Layout

Nicht nur Text und Videos, sondern auch Bilder sind wichtig auf YouTube. Sie sind Eyecatcher und können wichtige Informationen für die User bereithalten. Dies fängt bereits bei einem guten Kanal-Avatar an. So erkennen User deinen Kanal wieder. Den Kanal selber kannst du noch mit einem Header-Bild ausstatten. Der Header sollte dabei nicht nur gut aussehen, sondern kann auch wichtige Informationen beinhalten wie etwa „Der Date Guru! Ich verhelfe euch zu erfolgreichen Dates!“ oder „Jeden Sonntag ein neues Video!“. Da YouTube das Header-Bild auf kleineren Endgeräten seitlich zuschneidet, solltest du diese Informationen möglichst zentriert unterbringen. Zusätzlich kannst du über die Einstellungen verschiedene Links, wie zu deiner Website und zu deinen Social Media Profilen, auf deinem Kanal hinzufügen, die rechts unten auf deinem Kanal-Header erscheinen.

Auf deinen Videos selber kannst du ein Wasserzeichen setzen, welches automatisch auf allen Videos erscheint und einen weiteren Branding-Effekt hat. Das Wasserzeichen erscheint im unteren rechten Bereich deiner Videos und leitet mit einem Klick auf deinen Kanal weiter.

Sehr wichtig sind die Vorschaubilder der Videos, die sogenannten Thumbnails. Sie bieten, wie der Video-Titel und die Video-Beschreibung, einen ersten Einblick, was im Video passiert und sollen den Nutzer dazu anregen, das Video zu schauen. Ein Thumbnail ist oft der erste Indikator für die User, ob es sich zu klicken lohnt oder nicht. Individuell erstellte Thumbnails stechen dabei hervor, besonders gegenüber generischen Thumbnails, die nur aus einem Screenshot des Videos bestehen. Wichtig ist hierbei wieder, dass der Content gut repräsentiert wird und im Vordergrund steht. Einige gut platzierte und passende Keywords können helfen, die Aufmerksamkeit des Users zu bekommen. Damit deine Videos von den Usern sofort wiedererkannt werden, ist es gut einen ähnlichen Stil im Thumbnail beizubehalten. Dies kann auch über einen Rahmen, wiederverwendete Schriftart oder Ähnliches erzielt werden.

 

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Inhalt und Einschränkungen

YouTube hat freie Hand, was die Richtlinien für Inhalt auf der eigenen Website angeht. Google hat für YouTube das Ziel, seine Videoplattform clean zu halten und damit jugend-, familien- und vor allem aber advertiserfreundlich zu bleiben. Daher legt YouTube die Richtlinien selber fest, unter anderem auch für Adult Inhalte. Gerade vor Kurzem wurde die Definition für als „nicht werbefreundlich“ geltende Inhalte verschärft. Unter anderem können nun Videos mit anzüglichem und sexuellem Humor nicht mehr mithilfe von Bannern und pre-roll-Ads monetarisiert werden. Es bleibt natürlich dir überlassen, ob du versuchen möchtest, mit deinen Inhalten direkt über YouTube Geld zu verdienen. Probieren kann man es allemal. Besonders wenn du auf (einzelne) Inhalte setzt, die sich nicht mit YouTubes Richtlinien beißen.

Bezüglich der Inhalte ist es wichtig zu wissen, dass „eindeutig sexuelle Inhalte wie Pornografie“ laut den Richtlinien von YouTube als nicht zulässig einstuft sind. Fetisch-Inhalte sind „je nach Ausmaß der Handlung“ geduldet, werden aber bei Überschreiten einer nicht weiter definierten Grenze entfernt. Die Videoplattform nimmt sich auch das Recht, Videos, die pornografische Inhalte zeigen, aber die Grenzen nicht überschreiten, dennoch mit einer Altersbeschränkung zu versehen. Generell sollten keine eindeutigen FSK 18 und FSK 16 Inhalte auf YouTube veröffentlich werden. Bezüglich gesetzter Links, hat YouTube keine genauen Richtlinien definiert. Man muss aber davon ausgehen, dass die selben Regeln greifen wie für Videomaterial. Am besten verwendet ihr daher keine direkten Links zu FSK 18 (und möglichst auch nicht zu FSK 16) Websites. Auf der sicheren Seite bewegt man sich im FSK 12 Bereich. Online findet man zu den Richtlinien bezüglich „Nacktheit und pornografische Inhalte“ noch genauere Angaben von YouTube.

Das bedeutet, dass man als Content Creator im Adult Bereich kreativ werden muss. So kann man beispielsweise Tutorials, How To’s und Erfahrungsberichte zum Dating oder zu bestimmten Portalen geben. Auch Dating-Geschichten und -Erfahrungen, wie sie auf Blogs zu lesen sind, können in angepasster Form genutzt werden. Dabei ist es nicht immer notwendig reinen Videocontent zu haben. Bilderstrecken, die das Gesagte unterstreichen und verdeutlichen, sind genauso interessant für die User. Inspiration zu Formaten kann man sich auch bei anderen YouTuber aus dem Adult Business holen. Ideal ist es, wenn man eine Darstellerin als Testimonial hat, die dauerhaft auf dem Channel zu sehen ist. Sie ist nicht nur Publikumsmagnet, sondern auch eine Identifikationsfigur auf dem Channel. Achtet aber bitte immer darauf, dass ihr bei dem verwendeten Material die Rechte besitzt bzw. dass das Material rechtefrei ist.

 

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